Say Schibboleth! On Visible and Invisible Borders: Lawrence Abu Hamdan

Lawrence Abu Hamdan, Conflicted Phonemes

Lawrence Abu Hamdan: Conflicted Phonemes, 2012

Last week Beirut-based artist Lawrence Abu Hamdan (b. 1985), was awarded the British Turner prize, marking the first time the prize will be shared among all four nominees. 

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Ein jüdischer Don Quijote

Scholem J. Abramowitsch gilt als „Großvater der jiddischen Literatur“, weit bekannter ist er unter seinem Heteronym Mendele Moicher Sforim, Mendele der Buchhändler. In den Geschichten, die er Mendele erzählen lässt, schuf Abramowitsch ab Mitte der 1860er Jahre eine ostjüdische Lebenswelt, die noch heute unser Bild vom Schtetl und seinen Bewohnern prägt. Susanne Klingenstein stellt am 26.11.2019 im Jüdischen Museum München ihre Neuübersetzung seiner Erzählung „Die Reisen Benjamins des Dritten“ vor. 

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Neuer Rundweg zur DP-Geschichte in St. Ottilien

Beschilderung vor der ehemaligen Geburtenstation in St. Ottilien, Foto © Erzabtei St. Ottilien.

Beschilderung vor der ehemaligen Geburtenstation in St. Ottilien, Foto © Erzabtei St. Ottilien.

Im vergangenen Sommer realisierte die Erzabtei St. Ottilien gemeinsam mit dem Historischen Seminar der LMU und dem Jüdischen Museum München eine Ausstellung zur jüdischen Geschichte des Benediktinerklosters in den Jahren 1945-48. Aufgrund des großen Erfolges konnten die temporären Tafeln in einen dauerhaften Rundgang umgewandelt werden.

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Das war die Lange Nacht 2019

 

Lange Nacht der Museen 2019

Abtauchen in die Kunst bis tief in die Nacht, Foto: © JMM

2600 Besucherinnen und Besucher kamen zur Langen Nacht der Münchner Museen ins Jüdische Museum. Begleitend zur Ausstellung „Sag Schibbolet!“ konnten sie im Foyer eine neue Soundinstallation der Komponistin und Musikerin Maya Shenfeld erleben.

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Aktiv gegen Vorurteile: Jugendmedientagung zu Gast im Jüdischen Museum München

aktiv gegen Vorurteile

Jugendliche präsentieren ihr Fotoprojekt mit der Message: „Kultur ist bunt“ © JFF | Anja Berg

Am Montag konnten 54 Teilnehmer*innen des Projekts Aktiv gegen Vorurteile im Rahmen einer Jugendmedientagung virtuelle Streetart gestalten, eigene Radiobeiträge aufnehmen, mit einem Greenscreen tricksen und vieles mehr. Zum zweiten Mal veranstaltete das JFF –Institut für Medienpädagogik die Tagung für Jugendliche im Jüdischen Museum München. Dabei setzten die Teilnehmer*innen Zeichen gegen Vorurteile.

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Die Geschichte eines Apfelsalats oder wieso essen Juden gerne Hering?

Apfelsalat mit Hering

Apfelsalat nach Originalrezept von Marie Elsasser

Gilt eigentlich Fisch als Fleisch? – Nicht für die jüdische Tradition. Über die besondere Rolle des Herings für die aschkenasische Küche.

Im Judentum gilt Fisch nicht als Fleisch, sondern als ein neutrales Produkt (parve), das man theoretisch sowohl mit Milch-, als auch mit Fleischwaren kombinieren darf. Nicht alle Fische sind aber koscher. Nur die sind erlaubt, die Flossen und Schuppen haben. Zum Beispiel bleiben Welse, Störe (und dadurch auch Kaviar) sowie die Schalentiere für den Verzehr verboten, weil sie entweder keine Schuppen oder Flossen haben. Dagegen sind Lachs, Tunfisch und Karpfen erlaubt. Es gibt aber eine Fischart, die in der aschkenasischen Küche eine besondere Rolle einnimmt, nämlich der Hering.

Der Hering gilt mit Recht als der kulinarische Eckstein des europäischen Judentums. Von Odessa, mit ihrer berühmten Heringsvorspeise Vorschmack, bis Amsterdam und Hamburg mit ihren geräucherten Pikling (abgeleitet vom niederdeutschen bückinc) wurden die Heringe mit viel Vorliebe und Genuss von Jüdinnen und Juden gegessen. Auch im „Kochbuch für die einfache und feine jüdischen Küche“ von Marie Elsasser (1905) wird dem Hering viel mehr Platz als allen anderen Fischarten eingeräumt. Aber warum ist das so?

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„Am Anfang gab es keine zusammenhängende Erzählung.“ – Peter Neumaier erinnert an den Münchner Rechtsanwalt Ernst Seidenberger

Peter Neumaier Buch

In seinem Buch „Wehe dem, der allein ist!“ rekonstruiert Peter Neumaier die Geschichte seines Großvaters Ernst Seidenberger, der als Münchner Rechtsanwalt mit jüdischer Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt wurde und gibt dabei faszinierende Einblicke in die Dynamik familiären Erinnerns. Im Juli stellte er sein Buch im NS-Dokumentationszentrum vor.   

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Was haben die aschkenasische und sephardische Küche gemeinsam?

Ägyptischer Pudding Zutaten

Alles was man für die Zubereitung des Ägyptischen Pudding braucht.

 

Was ist eine „jüdische Küche“? Gibt es sie überhaupt? Wenn man über eine „dische Küche“ spricht, werden zunächst die jüdischen Speisegesetze (Kaschrut) erwähnt. Aber gibt es ein ursprünglich jüdisches Lebensmittel, das in allen jüdischen Küchen der Welt vorkommt?

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Kinderworkshop: Rosch Haschana – Ein süßes Neujahr!

Rosch Haschana Workshop

Mit Äpfeln als Stempel entstehen lustige Neujahrskarten. Foto JMM

Ende September beginnt im jüdischen Kalender das neue Jahr. In unserem Ferienprogramm dreht sich schon diese Woche alles um das Neujahrsfest.

Äpfel mit Honig, Granatäpfel und andere Süßigkeiten gehören typischerweise zu Rosch Haschana, dem jüdischen Neujahrsfest. Die süßen Speisen sollen dafür sorgen, dass das neue Jahr genau so süß wird. Der Granatapfel mit seinen vielen Kernen erinnert an die 613 Mitzwot, die laut der Halacha, dem jüdischen Religionsgesetz, religiöse Jüdinnen und Juden in ihrem Alltag beachten sollen. Für viele religiöse Jüdinnen und Juden ist die Zeit nach Rosch Haschana eine Zeit, in der sie über ihre guten und schlechten Taten im vergangenen Jahr nachdenken. Zehn Tage nach Rosch Haschana feiern sie das Versöhnungsfest Jom Kippur, den höchsten jüdischen Feiertag.

Die Teilnehmenden unseres Ferienprogramms konnten schon heute Äpfel mit Honig probieren und die jüdischen Neujahrsbräuche kennenlernen. Beim Stempeln mit Apfelhälften war ihre Kreativität gefragt. Es entstanden Neujahrskarten mit lustigen Gesichtern und Figuren.

Der Workshop „Rosch Haschana: Ein süßes Neujahr“ findet erneut am Donnerstag, 5. September, von 10.00-12.00 Uhr statt. Weitere Informationen und Angebote finden Sie auf unserer Website.

Äpfel Stempel Workshop

„Uns war bewusst, wie viel Glück wir hatten…“ Nikolaus Hagen

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Prof. Dr. Andreas Otto Weber und Kurator Boaz Levin mit der neuen Hörstation im Haus des Deutschen Ostens

Von 1933 bis 1945 wurden an den Grenzen des nationalsozialistischen Deutschen Reichs und seiner beherrschten Territorien hunderttausende Flüchtlingsschicksale entschieden. Auch aus München mussten ab 1933 tausende jüdische Bewohnerinnen und Bewohner vor antisemitischer Verfolgung fliehen. Grenzübergänge und Grenzbahnhöfe sowie exponierte Abschnitte der „grünen Grenze“ wurden zu den Brennpunkten dieser Massenfluchtbewegung. In unserer Sonderausstellung Sag Schibbolet! stehen zehn Audiostationen, die Grenzsteinen an den deutschen Außengrenzen der 1930er und 1940er Jahre nachempfunden sind. Sie stehen symbolisch für diese Fluchtbewegung und erzählen Münchner Flucht- und Grenzgeschichten der Jahre 1933 bis 1945.

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